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Gio Ponti

Gio Ponti

Mailand 1891 -
1979


Giovanni (Gio) Ponti, italienischer Designer, Architekt und Publizist, studiert bis 1921 Architektur am Politecnico di Milano. Anschließend arbeitet er für zwei Jahre im Architekturbüro von Emilio Lancia und Mino Fiocchi. 1923 wird Gio Ponti künstlerischer Leiter der Keramikfabrik Richard Ginori.
Gio Pontis Keramikentwürfe sind im Stil des Novecento. Neben Emilio Lancia, Giovanni Muzio und Tommaso Buzzi gehört Gio Ponti zu den wichtigsten Vertretern des Novecento-Stils, der sich um 1926 in Italien als Gegenbewegung zum Rationalismo etabliert. Der Stil ist vom französischen Art Déco sowie dem Stil der Wiener Werkstätte inspiriert, ebenso jedoch auch dem Klassizismus verpflichtet.
Gio Pontis Porzellanentwürfe für Richard Ginori werden 1925 auf der "Exposition Internationale des Arts Décoratifs et Industriels Modernes" in Paris mit dem Grand Prix ausgezeichnet. Ebenfalls 1925 realisiert Gio Ponti mit dem Bau seines eigenen Wohnhauses in der Via Randaccio in Mailand sein erstes Architekturprojekt, es ist im neoklassizistischen Stil.
In den 1920er Jahren entwirft Gio Ponti auch Möbel für das Kaufhaus La Rinascente. 1928 gründet Gio Ponti die Architektur- und Designzeitschrift "Domus", deren Redakteur er viele Jahre ist. Er unterbricht diese Tätigkeit 1941-47 um die Zeitschrift "Stile" für Kunst und Architektur zu gründen.
Ab 1930 gestaltet Gio Ponti für die Firma Fontana Leuchten und Möbel, 1932 wird Gio Ponti zusammen mit Pietro Chiesa Leiter der Tochterfirma FontanaArte. Im Jahr 1933 gehört Gio Ponti zu den Mitbegründern der wichtigen Mailänder Triennale. Von 1936 bis 1961 ist Gio Ponti Professor für Architektur am Politecnico in Mailand, er schreibt zahlreiche Bücher über Kunst, Design und Architektur. Als Gio Pontis architektonisches Hauptwerk gilt das 34-stöckige Pirelli-Hochhaus in Mailand (1955-58 mit Pier Luigi Nervi).
Von Gio Ponti ist auch das Kunstmuseum in Denver von 1971. Legendär sind Gio Pontis Stuhl "Superleggera" (1957) für Cassina, seine Gläser und Leuchten für Venini (1946-1950) oder die Kaffeemaschine für La Pavoni (1948).

Ketterer Kunst
Sammelgebiete:
z. B. GROSSE NAMEN

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